Knoten im Kopf: IUI vs. IVF

Seit unserem Gespräch in der Kiwu am Freitag habe ich mir viele Gedanken gemacht. Ich tendiere generell dazu, mir ZU viele Gedanken zu machen, aber es will ja andererseits auch alles wohl überlegt sein…

Jedenfalls habe ich mir zu Hause in Ruhe den Vertrag und das Informationsschreiben unserer Kiwu zur IUI durchgelesen und was mich wunderte, sind die vergleichweise geringen Erfolgschancen einer IUI, die mit 8-12 % angegeben werden. Da mein Mann sagte, dass er gerne möglichst in einem halben Jahr wieder mit seiner Basis-Therapie beginnen möchte, sehe ich als Laie die IUIs jetzt als nicht so wahnsinnig erfolgsversprechend an. Wir haben unsere Ärztin allerdings auch nicht nach den konkreten Erfolgschancen speziell in unserem Fall gefragt.

Als nächstes habe ich dann mal meinen Kalender gecheckt. Im März könnten wir mit der 1. IUI starten. Führt diese nicht zum Erfolg, könnten wir die 2. IUI wahrscheinlich erst im Juni machen, da mein Eisprung im April genau auf die Osterfeiertage fallen wird. Ich weiß nicht, inwieweit man den ES medikamentös verzögern kann, wenn der Leitfollikel schon sprungreif ist. Im Mai wird es dann aber definitv nichts, da wir zwei Wochen im Urlaub sind und mein ES genau in diese Zeit fällt.

Normalerweise würden wir uns zeitlich ja nicht so stressen, aber mein Mann möchte verständlicherweise möglichst bald wieder mit seiner Basis-Therapie beginnen, um seine PsA-Schübe besser in den Griff zu bekommen. Im Gespräch in der Kiwu sagte er, dass es toll wäre, wenn er innerhalb der nöchsten sechs Monate, also ca. im Spätsommer, wieder seine Medis nehmen könnte.

Hinzu kommt die noch offene Kostenfrage: Gelten bei unserer Krankenkasse (DAK) die Inseminationen als abgegoltene Versuche der max. 3 (zu 100%) bezuschussten künstlichen Befruchtungen?

Das ist der Grund, weshalb ich gerade denke:

„Warum es nicht direkt und ohne Umwege mit der IVF versuchen?“

Laut unserer Ärztin besteht hierzu noch keine medizinische Indikation, von der chronischen Erkrankung meines Mannes einmal abgesehen und dem damit verbundenen Umstand, dass er seine Medikamente aufgrund unseres Kinderwunsches seit über einem Jahr nicht mehr nehmen kann. Ich habe zwar eine Follikelreifungsstörung und PCO, aber das Spermiogramm meines Mannes war ok.

Ach mensch, dieses Gedankenkarussel geht mir gerade total auf die Nerven! Ich hätte gerade gerne jemanden hier, der uns sagt, welcher Weg der beste bzw. richtige ist. 😕

Advertisements

12 Gedanken zu “Knoten im Kopf: IUI vs. IVF

  1. Das ist immer eine schwierige Entscheidung, ich weiß..
    Aber vorsicht wegen der Übernahme! Es ist so dass die KK ersten drei Versuche übernimmt. Deswegen wenn ihr mit IUIs anfangt bitte auch bedenken, dass die auch mit reinzählen. Deswegen zahlen die meisten die IUIs selbst und nehmen die 100% bei der IVF oder ICSI (die wesentlich teurer) sind in Anspruch.

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Frau Ungeduld,
      herzlichen Dank für deine Worte und die Tipps. Kann man sich das frei aussuchen, welche Behandlungen man selbst zahlt und für welche man die 100%-Zuzahlung in Anspruch nehmen möchte? Gibt man dann einfach den Behandlungsplan nicht bei der KK ab? Fragen über Fragen.
      Liebe Grüße,
      Leni

      Gefällt mir

  2. Ja, jeder Versuch wird von der DAK als Versuch gewertet. Deshalb habe ich unsere IUIs nicht eingereicht, sondern erst die IVF.

    Nach 7. IUI Versuchen und keiner Schwangerschaft würde ich wohl beim nächsten Kund gleich mit der IVF starten. Auch wenn der Weg härter ist. Die Chancen sind so viel höher. Ich drücke euch die Daumen 💜😅

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Sarah,

      wie witzig, ich hatte meinem Mann vorhin von eurem Kiwu-Weg und den 7 erfolglosen IUIs erzählt und nun schreibst du mir hier. Ich freue mich.

      Danke für deine Meinung und persönlichen Erfahrungswerte. Das hilft uns gerade sehr. Also würde das so ablaufen, wenn wir einen „Selbstzahler-IUI-Versuch“ machen möchten, dass wir den Behandlungsplan bei der DAK einfach gar nicht einreichen? Sorry, für meine blöden Fragen, aber wir stehen noch ganz am Anfang. Lieben Dank schon einmal für’s Daumen drücken!

      Aufgrund der viel höheren Erfolgschancen würde ich auch direkt eine IVF versuchen, nur kann ich nicht rechtfertigen, ob uns das so schnell „zusteht“ bzw. ob die Entscheidung für eine IVF nach 7 (stimulierten) ÜZ schon „gerechtfertigt“ ist… Verstehst du, was ich meine? Ich habe da irgendwie kleine „Gewissensbisse“ bzw. sagt meine Vernunft, dass wir es ja erst einmal mit einer IUI versuchen können.

      Euch weiterhin alles, alles Gute und eine wunderschöne und gesunde Schwangerschaft! ❤

      LG, Leni

      Gefällt mir

      • Liebe Leni,

        oh wie lustig! Und lieben Dank dir 💜

        Mein Mann und ich haben extra die Krankenkasse gewechselt für die 3 bezahlten Versuche der künstliche Befruchtung.

        Uns wurde in der Kinderwunsch Klinik gleich zu Beginn gesagt, dass wir unbedingt eine ICSI benötigen. Leider hat sich der Wechsel länger hingezogen, so dass wir in der Zwischenzeit einfach mit den Inseminationen begonnen haben.

        Der Behandlungsplan muss von der Versicherung vorher immer genehmigt werden, aber man muss die Kosten ja nicht einreichen. Das habe ich vorher mit der DAK geklärt.

        Als es dann soweit war und wir die IVF gemacht haben, mussten wir wieder einen neuen Plan einreichen. Und dann habe ich auch erst die Kosten eingereicht.

        Gut, dass wir darüber sprechen, denn ich kann ja noch 2 Versuche der IUI einreichen 😬

        Euch steht alles zu 💜 Ich hatte natürlich Angst, diesen großen Schritt zu gehen, aber als es dann so weit war, ging alles so schnell. Von der ersten Spritze bis zum positiven Test waren es nur 21 Tage.

        Und ich habe mir alles schlimmer vorgestellt. Ich bin sehr pessimistisch, und dachte wir benötigen mindestens drei Versuche. Das sagt ja die Statistik.

        Ich finde die Inseminationen haben uns nur Zeit gekostet 😣

        Vielleicht liegt es auch da dran, dass ich überhaupt nicht stimulieren musst wie andere Mädels, weil bei mir alles ok ich war. Aber das ist nur eine Vermutung, dass es bei den anderen eventuell deshalb geklappt hat.

        O. k. zu langer Text 😅 Ich würde, hätte ich noch einmal die Möglichkeit, 2-3 Versuche starten mit der Insemination wagen und dann zur künstlichen Befruchtung wechseln.

        Ich wünsche euch viel Kraft, für diese Entscheidung 😊😊

        LG
        Sarah

        Gefällt 1 Person

      • Liebe Sarah,
        oh vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Bericht. Also seid ihr extra zur DAK gewechselt wegen der 100%-Kostenübernahme und habt, bis der Wechsel zur DAK vollzogen war, die Inseminationen gemacht?

        So, ich gehe jetzt noch ein wenig auf deinem Blog stöbern… 😃

        LG, Leni

        Gefällt 1 Person

  3. Also uns wurde gesagt, die Krankenkasse würde eine „höhere“ Behandlung ohne medizinische Indikation nicht genehmigen. Daher haben wir erst die IUI-Versuche gemacht, davon 3 Stück. Die hat unsere Kasse zu 100% übernommen und als wir dann die erste IVF eingereicht haben, haben sie davon immer noch 75% übernommen. Die offizielle Regel unserer Kasse ist „75% für 3 Behandlungen“, die 100% haben wir extra ausgehandelt. Aber so eine IUI kostet auch echt wenig. Der von der Kasse erstattete Betrag lag jedes Mal nur so um die 200 Euro (die Kinderwunschklinik sagte allerdings auch, dass sie das anders abrechnen können, da sie eine Uniklinik sind – keine Ahnung, was das im Detail bedeutet). Jedenfalls, vor der ersten IVF fragte ich, ob wir nicht lieber direkt eine ICSI machen sollten, und der Doc sagte mir, das würde die Kasse nicht genehmigen, weil keine Indikation vorläge. Tja, nach der IVF lag sie ja nun vor und ich warte bekanntermaßen seit 4 Wochen auf den Behandlungsplan… Aber das ist ein anderes Thema.
    Ich fürchte, der Kommentar hat jetzt auch nicht so richtig weitergeholfen… Sorry 😉

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Wundersache,
      doch, dein Beitrag war nützlich für mich! Jegliche Information und Erfahrung sauge ich auf… Ich denke, dass wir einen Wechsel zur IVF NACH einem IUI-Versuch machen. Morgen geht’s erstmal in die Kiwu – Follikel-TV an ZT 10 für unseren letzten Clomi-Zyklus.

      Euch drücke ich feste die Daumen, dass die KK das ganze Genehmigungsprozedere bald abschließt und ihr dann den Kopf frei habt für die ICSI.

      Alles Liebe, Leni

      Gefällt 1 Person

  4. Ich kann deine Gedanken verstehen und würde auch ehr direkt an IVF denken. Gerade wenn es so mit Kostenübernahme ist.

    Beins stand ganz am Anfang seitens der kiwu im Raum ob wir es erst mit IVF probieren da es unter Umständen klappen würde wenn sie die Spermien vorher aufbereiten. Wir haben dann auch gesagt das wir keinen versuch an „verschwenden“ wollen und sind direkt den weg der ISCI gegangen.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s