Kiwu: Neuer Therapieplan – IUI

Heute hatten mein Mann und ich unser zweites großes Therapiegespräch in der Kiwu mit unserer Ärztin. Ziel war es, das weitere Vorgehen mit neuer „Taktik“ zu besprechen. Wir befinden uns mittlerweile im 7. ÜZ, davon nun der 6. (und letzte) Clomi-Zyklus + GvnP. Meist bricht man die mit Clomifen stimulierten Zyklen nach sechs (erfolglosen) Versuchen ab. In unserem Fall war ich im zweiten Clomi-Zyklus im Mai 2016 ja schwanger geworden, daher hätte man auch noch ein wenig nach diesem Plan weiter verfahren können. Jedoch haben die mit mit Clomifen stimulierten Zyklen auch Nachteile – unter anderem eine möglicherweise schlechter aufgebaute Gebärmutterschleimhaut.

Der wichtigste Punkt, weshalb wir es nicht weiterhin mit stimulierten Clomi-Zyklen + GvnP versuchen ist die PsA-Erkrankung meines Mannes. Aufgrund unseres Kinderwunsches pausiert er seit Anfang 2016 mit seiner Basis-Therapie, was heftigere Schübe der Erkrankung zur Folge hat. Diese kann er momentan lediglich mit Cortison „mildern“. Unsere Ärztin sieht die IUI als für uns erfolgsversprechende Variante an, um schwanger zu werden.

flieder-3373Aufgrund dieser Tatsache werden wir nun ab dem 8. ÜZ für bis zu drei Versuche zur Insemination mit Stimulation durch FSH (follikelstimulierendes Hormon) wechseln. Mein Mann und ich haben heute Morgen über das anstehende Gespräch in der Kiwu gesprochen und wir vermuteten diesen Weg, den uns die Ärztin nun empfohlen hat. 😉

Für eine IVF sieht sie noch keine medizinische Indikation, sodass wir es nun mit der Insemination versuchen werden. Die Ärztin ist positiv gestimmt, dass das klappen wird und steckte uns mit ihrer Zuversicht an. 🙂

Aufgrund meiner Nachfrage werde ich in zwei Wochen außerdem einen Glucosetoleranztest in der Kiwu durchführen lassen, um eine mögliche Insulinresistenz abzuklären. Sollte eine IR vorliegen, wäre es sinnvoll, diese mit Metformin zu behandeln. Metformin hat sich in der Kinderwunschtherapie bei Frauen mit IR bewährt – auch wenn es dafür nicht explizit zugelassen ist. Laut unserer Ärztin senkt Metformin außerdem das Fehlgeburtenrisiko, als positiver Nebeneffekt sozusagen.

Sollte die IUI nicht zum gewünschten Erfolg führen, würde es mit der IVF weitergehen.

Wir sind beide bei der DAK versichert, was den großen Vorteil hat, dass wir bis zu 100% der Kosten für bis zu drei künstliche Befruchtungen bezuschusst bekommen. Zu einem großen Fragezeichen führte der Hinweis unserer Ärztin, dass die DAK wohl die IUIs bereits als Versuche zählt. Das hieße, dass man nach drei erfolglosen IUIs die IVF als vierten Versuch der künstlichen Befruchtung komplett selbst zahlen müsste (?).

Ist jemand von euch ebenfalls bei der DAK versichert und hat Erfahrungswerte bzgl. der Kostenübernahme von IUIs UND IVFs?

Wir werden kommende Woche die DAK-Geschäftsstelle aufsuchen, um unseren Behandlungsplan für die IUIs genehmigen zu lassen. Außerdem werden wir die Kostenthematik vor Ort besprechen und sind dann hoffentlich ein wenig schlauer.

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4 Gedanken zu “Kiwu: Neuer Therapieplan – IUI

  1. Liebe Zuckersalz,
    Leider hat deine Ärztin recht. Das mit der Zählung der Versuche ist der fiese Trick der DAK – den gleichen Terz macht grade eine liebe Freundin durch. So zahlen Sie euch die günstigsten IUIs und sind raus ausm Boot, wenns teuer wird. Sie zählen für ihre „freiwilligen“ 50% sogar abgebrochene Versuche ohne Punktion oder Transfer.. was gesetzlich mit den Pflicht 50% nicht geht, aber für ihren Anteil schon. In der Geschäftsstelle hat man leider selten kompetente Ansprechpartner. Lasst euch jede Zusage unbedingt schriftlich geben. Meine Freundin ist dann nach einer IUI gleich zur IVF gewechselt… die DAK wirkt erst Kinderwunsch freundlich, stellt sich dann aber quer. Also sichert euch vorher gut ab! Lg Frau Einstrich

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Frau Einstrich,
      ganz herzlichen Dank für deine Infos und Erfahrungswerte – das ist enorm viel Wert! Wir überlegen unterdessen auch, ob wir nur eine IUI machen sollen und danach direkt zur IVF wechseln – oder sogar direkt mit IVF zu starten, sofern unsere Kiwu-Ärztin der Idee zustimmen würde. Mein Mann ist seit 30 Jahren bei der DAK versichert und möchte vorerst nicht wechseln.
      LG Leni

      Gefällt 1 Person

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